inicio mail me! Abonnieren

Schade drum No. 3

 

Open Office

Neulich bei einem sehr inspirierenden Workshop unter freien Himmel. Sehr schöner Artikel zu den etwas anderen Arbeitsplätzen auch hier.

Das soziale Gewissen einer Agentur

Eigentlich müsste die Überschrift „Darf man sich als Agentur ein soziales Gewissen leisten?” heißen. Das ist mir aber zu lang und die Frage stelle ich lieber nochmal am Schluss dieses Beitrags.

Als Agentur bekommt man immer wieder Anfragen von Unternehmen, die – sagen wir es einmal so – Dreck am stecken haben. Oder vornehmer ausgedrückt mit ihrem Geschäftsmodell und Gebaren nicht unbedingt konform mit unseren Geschäfts-Ethos sind. Man könnte auch von Integrität sprechen.

Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch mit dem Marketingleiter eines großen Unternehmens und ich bat ihn um Rat in dieser Frage aus aktuellem Anlass. Konkret, ob man für eine solche „unethische“ Firma arbeiten solle. Er antwortete mit einem eindeutigen „Jein“. Wenn man alle möglichen Zusammenarbeiten nach diesen Maßstäben beurteile, könne man als Agentur in Deutschland für kaum ein Unternehmen arbeiten. Dabei sei es gleich, ob die Verfehlungen in der Vergangenheit oder im Hier und Jetzt lägen. Siehe BMW oder Siemens.

Andererseits könne man sich seine moralischen Zweifel doch mit Geld aufwiegen lassen. Hmm, also was wiegt schwerer; Moral oder Profit? Werde ich da käuflich? Und wie hoch ist der Aufschlag zum „normalen“ Preis, um das soziale Gewissen zu beruhigen?

Ich rede hier jetzt nicht von Unternehmen, die mal eben ein paar Mitarbeiter entlassen oder ihren Managern zu viel zahlen. Ich rede von Unternehmen, die ihren Partnern das Messer auf die Brust setzen, Existenzen aus Profitgier mit einem Augenschlag vernichten und für  ökologische Raubzüge in der Natur mitverantwortlich sind.

Dazu fällt mir eine schöne kleine Geschichte ein:

Ein befreundeter – und mittlerweile sehr bekannter – Fotograf wurde für eine Fotoshooting der österreichischen FPÖ engagiert. Zu dieser Zeit war seine Auftragslage schlecht, um nicht zu sagen katastrophal! Also nahm er den Auftrag an und fuhr nach Wien. Das Shooting war unkompliziert und innerhalb weniger Stunden erledigt. Die Gage war mehr als großzügig und Folgeaufträge wurden in Aussicht gestellt. Doch auf der Heimfahrt meldete sich das soziale Gewissen! Am nächsten Parkplatz fuhr er raus, nahm alle Filme – damals gab es noch keine Digitalkameras – und schmiss sie in den Mülleimer. Zuhause angekommen, rief er in Wien an und informierte seine Kontaktperson, dass sie sich eine anderen Fotografen suchen müssen. Die Gegenstelle legte ohne eine weiteres Wort auf.

Schöne Geschichte, oder? Und hier zur Erinnerung nochmal die Frage:

„Darf man sich als Agentur ein soziales Gewissen leisten?“

P.S.: Und während ich den Artikel schreibe, kann ich mir und meiner Agentur diese Frage beantworten: Ja, sie kann! Sie muss sogar!

Was ist das Gegenteil von Loch?

Oder besser: was ist das Gegenteil vom Sommerloch? Das wäre doch glatt eine Frage für den Duden. Als Überschrift taugt die Frage aber ohne „Sommer“ mehr, oder? Noch besser: was ist das Gegenteil von durstig?

Doch zurück zum Thema. Das berühmte Sommerloch! Jeder kennt es, keiner hat es je gesehen! Keiner?! In den vergangengen Jahren gab es im August immer wieder kleine Anzeichen von Ruhephasen. Niemand rief an. Keine aufgeregten E-Mails. Alles sehr enspannt! Diese Jahr sieht es anders aus. Von Sommerloch keine Spur. Das Gegenteil ist der Fall – deshalb Eingangs auch die Frage – und wir kommen nicht zur Ruhe. Man könnte jetzt sagen „Seid froh, anderen Agenturen geht es nicht so gut“ oder „ Es kommen auch wieder schlechtere Zeiten“. Aber ganz so einfach ist das nicht.

Sicherlich herrscht in der Branche allgemein schlechte Stimmung. Große Etats brechen weg, angekündigte Projekte werden auf die lange Bank geschoben und das Neugeschäft startet im Gegensatz zur Wirtschaftskonjunktur nur schleppend. Insolvenzen bei großen Agenturen sind beinahe so alltäglich wie Zeitarbeit oder sogar massiver Stellenabbau in den Kreativschmieden. Zumindest was die ganz Großen im Agenturgeschäft angeht dauert die Durststrecke wohl noch an. Und die ist im Sommer bekannterweise viel schlimmer.

Für uns „Kleinen“ in der Branche ist dies die große Chance, denn aus den ehemals vom Tisch gefallenen Krummen der großen Etathalter entwickelt sich für so manche kleine Agentur eine langfristige und lukrative Kundenbeziehung. Wir kennen das ja: riesiger Overhead, schlechtes Preisleistungs-Verhältnis, unpersönliche Betreuung. Hahhh! Und genau hier können wir Kleinen punkten. Ein Bekannter musste seine gut bezahlte Stelle in einer großen Werbeagentur aus „wirtschaftlichen“ Gründen räumen. Von heute auf morgen. Sehr unfair! Es dauerte keine drei Monate und der Mann war mit drei Mitstreitern wieder im Geschäft. Auf eigene Rechnung! Mit den „neuen“ Kunden seiner alten Agentur! Da können wir nur sagen „Herzlichen Glückwunsch“ und werdet nie so richtig gross!

Komme schon wieder vom Thema ab. Also, um es kurz zu machen: wir haben kein Sommerloch. Wir haben genug zu tun! Und ich schreibe diesen Artikel nicht, weil mir langweilig ist und hier sich sonst nichts breit machen würde. Ausser einem riesigen Sommerloch!

Was haben Schokoriegel und eine Fahrschule gemeinsam!

Mhhh? Früher hiess es doch „Raider heisst jetzt Twix“! Den Spruch kenn fast jeder und Twix auch. Das haben die Werber von Raider damal gut hinbekommen. Das gleiche probieren wir jetzt auch. Und zwar mit der Fahrschule Kiyak in München. Mit vier Niederlassungen kein ganz Kleiner. Durch den guten Draht zum Inhaber dürfen wir uns mal wieder richtig austoben. Von der Wandgestaltung in den Filialen, dem Corporate Design bis hin zur Autobeklebung haben wir frei Hand. Das macht Spass! In Kürze geht auch die neue Internetseite online. Und als Belohnung gibts nen Motorradführerschein;-)

Kleinschreibung vs. Akquise!

Seit ca. einem Monat sind wir Mitglied bei werbeagentur.de um unsere Akquise-Aktionen auf etwas breitere Füße zu stellen. Bisher haben wir auf drei Ausschreibungen reagiert und Kontakt mit den Ausschreibern aufgenommen. Mit einem Unternehmen sind wir im persönlichen Kontakt und hier sieht es bisher ganz gut aus. Die Chemie passt unserer Einschätzung nach und unsere Präsentation und Ideen kamen sehr gut an. Das zweite Unternehmen hat bis heute noch nicht reagiert. Da müssen wir nachhaken. Kein Problem.

Das dritte Unternehmen ist der Grund für diesen Blogeintrag. Nennen wir dieses Unternehmen einfachheitshalber „Nr. 3“. Wie schon gesagt, wurde auch Nr. 3 angeschrieben, nicht ohne vorher mit der verantwortlichen Dame ein kurzes, aber informatives Gespräch geführt zu haben. Es folgte also eine ausführliche Mail mit angehängtem PDF unserer neuesten Agenturpräsentation inklusive Arbeitsproben. Bis dahin alles wunderbar. Wir waren guter Dinge, da Anforderungsprofil und unser Paket 100% passten. Zum besseren Verständnis ein kurzer Auszug aus dieser Mail:

liebe frau xxx,

wie soeben telefonisch besprochen schicke ich ihnen eine kurze vorstellung unserer agentur.  … laut ihrer beschreibung suchen sie eine agentur mit referenzen aus dem bereichen software und maschinenbau. und genau hier können wir punkten.  … zu unseren kunden gehören unter anderem cirquent, fujitsu est und zuken.  … mit dieser expertise sind wir im it- und engineeringbereich bestens aufgestellt. … wenn man uns fragen würde was wir am besten können so würde ich antworten: kunden begeistern! auf die frage was uns auszeichnet: pragmatisch und unkompliziert!

mit den besten grüßen
patrik mastellotto

Mitte dieser Woche dann die traurige Nachricht, dass wir leider nicht mehr im Rennen sind und dass sich Nr. 3 für eine andere Agentur entschieden habe. Kein Beinbruch. Keiner hat geweint. War es doch schon bemerkenswert, dass wir überhaupt eine Absage bekommen. Ähhh, was ist eigentlich mit Nr. 2? Doch zurück: wir wären nicht loxon, wenn wir nicht wissen wollten woran wir gescheitert waren. Man macht sich ja Gedanken und nichts ist schlimmer als ein von Selbstzweifeln zerfressener Designer. Also schickten wir eine nette kurze Mail an Nr. 3 mit der Bitte um eine kurze Erklärung. Die kam dann prompt und auch hier wollen wir unserem geneigten Leser eine kurzen Auszug lesen lassen:

… Uns hat schon gestört, dass Sie in Ihrer ersten E-Mail nur Kleinbuchstaben verwenden – das mag vielleicht zu Ihrer CI gehören, aber das paßt schon so gar nicht zu unserer doch recht “konservativen Denke” … Aus meinen Verständnis heraus spricht man den potentiellen Kunden auch erst einmal förmlich an. …

Wow! Ein Formfehler? Auf unsere Arbeiten wurde gar nicht eingegangen. Ganz zu Schweigen auf unsere Referenzen oder unsere Expertise. Leiden wir an Realitätsverlust oder haben wir Wahrnehmungsstörungen? Gibt es tatsächlich Menschen, die jemanden nicht nach Leistung, sondern nach korrekter Groß-/Kleinschreibung beurteilen? Offensichtlich ja! Gut, zum „liebe frau xxx“ könnte man ja sagen, dass sich vielleicht ein „Sehr geehrter Frau XXX“ besser gemacht hätte, aber bei uns ist das eben anders. Wir stehen weder auf Anrede-Floskeln noch auf überzogene Umgangsformen im Online-Schriftverkehr. Wir pflegen den persönlichen Umgang mit unseren Kunden und das drückt sich eben in „liebe frau xxx, …“ oder „lieber herr xxx, …“ aus. In unserem speziellen Fall Nr. 3 gab es ausserdem schon telefonischen Kontakt im Vorfeld. Da kann man mal im weitesten Sinne von einer Art Vertrautheit reden. Ikea hätte wahrscheinlich schon schliessen müssen, gäbe es nur solche Kunden wie Nr. 3. Was die Groß-/Kleinschreibung betrifft, verhält es sich meiner Meinung nach wie mit braunen oder schwarzen Schuhen nach 18.00 Uhr. Manche Regeln überholen sich eben und haben nichts mit konservativen Denken zu tun, sondern mit Kleingeist.

So, sehr geehrte Leserin und sehr geehrter Leser, jetzt sind wir natürlich auf Ihre Meinung gespannt. Hat Nr. 3 Recht mit Ihren Gründen nicht mit loxon zusammen zuarbeiten oder haben wir Glück gehabt?

Cirquent hüpft!

Seit 2 Monaten können die Cirquentianer nicht nur auf ihren Stühlen, sondern auch rückenschonend auf stylischen Gymnastikbällen im Büro sitzen. Und bei den Cirquent Sommerfesten sorgten die Bälle auch für jede Menge Spiel-Spaß!

cirquent-gymball

Jetzt heben wir total ab!

Ein neuer Kunde steht vor der Tür! Nein, eigentlich auf der Startbahn. Stimmt so aber auch nicht. Für die Munich Airport Academy überarbeiten wir aktuell das Corporate Design. Das Spannende ist, dass dieses CD 1984 von Ottl Aicher entworfen worden ist und z.T. die Abstände des Rasters in drei Stellen hinter dem Koma angegeben sind. Leider können wir hier noch nichts zeigen. Streng geheim!

Carina!

Das ist die die Carina. Sie macht ein Schnupperpraktikum bei uns. Neben Kaffeekochen und Pappenkleben muss sie sich auch noch fotografieren lassen, obwohl sie dass gar nicht mag!