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Archiv für November, 2011

Wir lieben die DIN

Es gibt Schriften, die hasst man. Es gibt Schriften, die sind einem gleichgültig und es gibt die DIN. Der Verlag viction:ary hat in seiner Reihe ”I Love Type“ der DIN angenommen und heraus gekommen ist ein Beweis, dass die DIN weder langweilig noch zu konform ist. Aber wir haben sie ja schon immer geliebt.

Vier-Sterne-Büro oder „Abbutze!”

Unsere neue Reinungsfirma ist wirklich der Hammer. Nicht nur, dass sie die Schreibtische samt Telefon, Tastatur und Maus picobello abputzen. Nein, auf dem Klo fühlen wir uns jetzt wie im Sterne-Hotel: die knicken tatsächlich so lustige Ecken ins Toilettenpapier. Wer will, dem geben wir gerne die Adresse dieser Putzteufel;)

Adobe macht allen Spass!

Es ist ja nicht so, dass wir zu wenig Geld für Software ausgeben. Das Gegenteil ist der Fall. Unser Distributor macht einen guten Job und freut sich über meine fast schon morbide Sucht nach aktueller Software. Besonders Adobe ist hier Hauptnutznießer – was für eine Wort! Die SW-Schmiede aus Kalifornien gehört bald uns, wenn das so weiter geht. Fünfstellige Summen stecken wir im Jahr in die ständigen Neuversionierungen der Adobe-Produkte. Wow! Da hilft auch kein Aussetzen, also einfach mal bei einer Version über ein paar Wochen bleiben. Ja, Wochen! Früher kam vielleicht alle halbe Jahre mal eine neue Version von Indesgin oder Photoshop. Ich rede jetzt nicht von irgendwelchen Updates oder Patches. Nein, echte und umfangreiche Versionssprünge mit tausenden von Neuerungen und tollen Funktionen, die jeder Designer braucht und ohne die sich es nicht mehr arbeiten lässt. Und als ob diese Misere nicht schon schlimm genug wäre, jetzt fangen auch die Kunden an auf diesen immer schneller werdenden Zug aufzuspringen. Kostet heute ja nichts mehr, so ne Einzellizenz! Bei acht Rechnern aber schon. Was das mit den Kunden zu tun hat? Na, ganz einfach. Immer öfter hören wir: „Können wir auch die offenen Daten haben? Wir haben uns Indesign gekauft und unsere Werkstudentin hat über Nacht die Ausbildung zur Diplom-Designerin abgelegt. Wir erstellen in Zukunft alle Print-Mittel selber.“ Ufff! Die Lieferung der Daten natürlich in der neuesten Version. Klar! Und sauber mit allen Stilvorlagen und einer Dokumentation als PDF-Datei in Deutsch und Englisch. Selbstverständlich! Die Schriften und die Bildrechte wären auch noch gut. Haaallloooo? Neulich hatten wir nen Kunden, der wollte die Indesign-Templates in Version 3.0. Was haben wir gelacht! Adobe hat drei Dinge in den letzten Jahren erschreckend schnell gelernt:

  1. Mache die Designer abhängig von deiner Software. Jede neue Version ist maximal eine Version abwärtskompatibel. Verspreche ihnen ständig neue Funktionen und damit verbunden einen gehörigen Coolness-Gewinn.
  2. Befähige die Kunden deiner Kunden die Adobe-Produkte einfach und problemlos selber zu benutzen. Verspreche ihnen, daß sie nur noch ein tolles Template brauchen und sofort viel Geld sparen können.
  3. Beschleunige die Versionszyklen um Faktor 10. Deine Controller danke es dir und deine Manager fahren bald alle hübsche italienische Autos als Firmenfahrzeug.

Der nächste logische Schritt von Adobe wäre, daß die Kalifornier einen Template-Online-Shop aufmachen, mit dem man die tollsten Photoshop-, Illustrator- und Indesign-Templates kaufen kann. Natürlich immer nur mit der jeweiligen aktuellen Version kompatibel. Das würde uns dann mal richtig Spass machen!