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Archiv für Oktober, 2010

Making of …

… Mindmap-Szene | Take 1. Wir kommen ordentlich voran und es macht viel mehr Spass als gedacht.

Wochenende!!!

Nach einer echt harten Woche!

Open Office

Neulich bei einem sehr inspirierenden Workshop unter freien Himmel. Sehr schöner Artikel zu den etwas anderen Arbeitsplätzen auch hier.

Das soziale Gewissen einer Agentur

Eigentlich müsste die Überschrift „Darf man sich als Agentur ein soziales Gewissen leisten?” heißen. Das ist mir aber zu lang und die Frage stelle ich lieber nochmal am Schluss dieses Beitrags.

Als Agentur bekommt man immer wieder Anfragen von Unternehmen, die – sagen wir es einmal so – Dreck am stecken haben. Oder vornehmer ausgedrückt mit ihrem Geschäftsmodell und Gebaren nicht unbedingt konform mit unseren Geschäfts-Ethos sind. Man könnte auch von Integrität sprechen.

Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch mit dem Marketingleiter eines großen Unternehmens und ich bat ihn um Rat in dieser Frage aus aktuellem Anlass. Konkret, ob man für eine solche „unethische“ Firma arbeiten solle. Er antwortete mit einem eindeutigen „Jein“. Wenn man alle möglichen Zusammenarbeiten nach diesen Maßstäben beurteile, könne man als Agentur in Deutschland für kaum ein Unternehmen arbeiten. Dabei sei es gleich, ob die Verfehlungen in der Vergangenheit oder im Hier und Jetzt lägen. Siehe BMW oder Siemens.

Andererseits könne man sich seine moralischen Zweifel doch mit Geld aufwiegen lassen. Hmm, also was wiegt schwerer; Moral oder Profit? Werde ich da käuflich? Und wie hoch ist der Aufschlag zum „normalen“ Preis, um das soziale Gewissen zu beruhigen?

Ich rede hier jetzt nicht von Unternehmen, die mal eben ein paar Mitarbeiter entlassen oder ihren Managern zu viel zahlen. Ich rede von Unternehmen, die ihren Partnern das Messer auf die Brust setzen, Existenzen aus Profitgier mit einem Augenschlag vernichten und für  ökologische Raubzüge in der Natur mitverantwortlich sind.

Dazu fällt mir eine schöne kleine Geschichte ein:

Ein befreundeter – und mittlerweile sehr bekannter – Fotograf wurde für eine Fotoshooting der österreichischen FPÖ engagiert. Zu dieser Zeit war seine Auftragslage schlecht, um nicht zu sagen katastrophal! Also nahm er den Auftrag an und fuhr nach Wien. Das Shooting war unkompliziert und innerhalb weniger Stunden erledigt. Die Gage war mehr als großzügig und Folgeaufträge wurden in Aussicht gestellt. Doch auf der Heimfahrt meldete sich das soziale Gewissen! Am nächsten Parkplatz fuhr er raus, nahm alle Filme – damals gab es noch keine Digitalkameras – und schmiss sie in den Mülleimer. Zuhause angekommen, rief er in Wien an und informierte seine Kontaktperson, dass sie sich eine anderen Fotografen suchen müssen. Die Gegenstelle legte ohne eine weiteres Wort auf.

Schöne Geschichte, oder? Und hier zur Erinnerung nochmal die Frage:

„Darf man sich als Agentur ein soziales Gewissen leisten?“

P.S.: Und während ich den Artikel schreibe, kann ich mir und meiner Agentur diese Frage beantworten: Ja, sie kann! Sie muss sogar!