Blogs leben vom Bloggen! „Klingt komisch, is aber so“ hätte es jetzt bei der Sendung mit der Maus geheißen. Aber was sich nach Bauernregel anhört, entwickelt sich in vielen Unternehmen bereits zum sprichwörtlichen „hausgemachten“ Problem. Denn um einen Corporate Blog attraktiv und Aktuell zu gestalten ist eine gewisse Schlagzahl an Beiträgen in der Woche – wenn nicht sogar am Tag – nötig. Und genau das bereitet einigen Blogbetreibern in den Unternehmen Sorge. Nicht, dass kein Interesse am eigenen Blog der Mitarbeiter besteht, sondern vielmehr die Scheu selbst einen Beitrag bei zu steuern oder – noch einfacher – einen Kommentar auf einen Beitrag des Kollegen zu schreiben. Ausreden gibt es hier viele: keine Zeit, kein Thema über das sich zu schreiben lohnt oder ganz banal keine Lust.
Viele Mitarbeiter empfinden das Bloggen als Last und sind nur mit Mühe dazu zu bewegen über Themen zu schreiben, die ihnen am Herzen liegen. Sicherlich spielt hier auch die Angst vor Konsequenzen eine Rolle, denn machmal ist es eben schwierig ein umstrittenes Thema auf den Tisch zu bringen ohne jemanden auf die Füße zu steigen oder gegen externe Kommunikationsregeln zu verstossen. Aber was nützt ein Blog, dass nicht zumindest im Ansatz den Eindruck von Unabhängigkeit oder der Meinungsfreiheit des Schreibers vermittelt? Der Leser will den „Wohnzimmer-Blick“, die digitale „Lindenstraße“ oder einfach nur Zuschauer dabei sein. Das gilt es in die Köpfe der potenziellen Mitblogger zu pflanzen: Bloggen macht Sinn und meine Beiträge werden gelesen. Auch wenn sie nicht purlitzer-preis-verdächtig sind. Voraussetzung dafür ist sicher auch eine gewisse Lässigkeit in der Geschäftsleitung. Aber wo die nicht ist, macht ein Blog eh keinen Sinn.
Weshalb ich diesen Eintrag schreibe? Bei uns schwellt seit Wochen diese Diskussion ums „Zwangsbloggen“ und seit heute ist eine hitzige Debatte darüber entfacht, wer wann und wie oft bloggen soll. Und ich kenne noch mindestens einen Kunden bei dem das wahrscheinlich ähnlich abläuft;). Es fängt ja schon damit an: „Ähh, ich habe schon die letzten zwei Posts geschrieben!“, „Was soll ich denn schreiben? oder „Ich will nicht, dass jemand sieht was ich schreiben“. Ganz toll! Also bleibt es wieder bei Graf Blödmann hängen. Nämlich mir! Aber mann kann niemanden zwingen und zum bloggen erst recht nicht. Das muss aus einem kommen. Das setzt ein gewisses Mass an Mitteilungsbedürfnis voraus. Kein Problem für MICH!
Deshalb gibt es in Zukunft im loxonblog nur noch einen Blogger: den LOXONBLOGGER! Wer unter diesem Synonym schreibt bleibt unser Geheimnis. Keiner von uns muss mehr unter seinem Namen Beiträge schreiben oder wird gezwungen Artikel beizutragen. Als Gegenzug dafür „dürfen“ aber alle loxonianer  Kommentare abgeben. Fast ohne Druck!


