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Archiv für Januar, 2010

Web 4.0

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Was man mit einem Wollknäuel doch so alles anfangen kann! Nach unserem gemeinsamen Besuch in der Neuen Pinakothek der Moderne sind wir der Meinung: ALLES IST KUNST!

And the winner is…

Im Allgemeinen sind wir keine großen Fans von Wettbewerben … , wenn wir nicht selber in der Jury sitzen. Jetzt sind wir aber innerhalb einer Woche für Kundenprojekte bewertet und für gut befunden worden. Einmal für unsere Website für das Kreiskrankenhaus Wörth a.d. Donau, wo wir unter 500 deutschen Klinik-Webseiten (Novartis & Heidelberger Institut für Medizinmarketing) immerhin auf Platz 91 gekommen sind. Zumindest ein respektabler Achtungserfolg, wenn man bedenkt, dass die Seite schon fast drei Jahre alt ist und wir circa nur ein 1/15 des Budgets das der Gewinner zur Verfügung hatte einsetzen durften. Grund genug für die Krankenhausleitung uns mit dem Refresh der Website zu beauftragen. Ziel ist es für 2010 es unter die ersten 20 zu schaffen. Danke Heidelberger Institut!

Beim zweiten Wettbewerb haben wir es sogar aufs Siegertreppchen geschafft. Platz 3 für unser Corporate Blog „Cirquent Blog“! Ausgerichtet wurde der Wettbewerb – oder besser gesagt die Untersuchung – von PR-COM und BRANDmacher. Das freut uns, vor allen dingen weil vor uns nur noch der Blog des Fraunhofer IAO Instituts und der von Microsoft den Sprung aufs Treppchen geschafft haben. Und das von 100 deutschen IT-Unternehmen und Corporate Blogs. Auch hier gilt unser Dank besonders den zwei mutigen und unermüdlichen Damen bei Cirquent: Frau Meike Leopold und Frau Barbara Schieche. Danke, Danke, Danke!!!

So ne Art Direction!

Was heißt denn eigentlich „Art-Direction“?

oder

Warum ist den die Art-Direction so teuer?

Das sind solche Fragen die wir wirklich lieben. Nicht dass wir hier in Erklärungsnot kommen oder rot vor Scham werden, aber diese Fragen implizieren doch meistens den Vorwurf der Preistreiberei oder besser gesagt der des – aus Kundensicht angenommenen – „Realitätsverlustes“.  Normalerweise legen wir dann dar, wie sich unsere Angebote zusammensetzen und wie solche Summen zustande kommen. Kein Problem! Wenn dann aber nach geduldigem Vortrag moniert wird, dass es doch keine Mühe oder Aufwand macht ein paar Bilder rum zuschieben oder sich Gedanken über Aufbau, Wirkung und Zusammenhang der einzelnen Bestandteile eines Corporate Designs oder einer Website zu machen, dann werde ich sauer. Meistens sind es Kunden, die schon Erfahrungen mit Unternehmensberatern, Consultants oder dergleichen gemacht haben. Soweit ich mich erinnern kann liegen die Tageshonorare dieser Berufsgruppen weit über denen der Werbeagenturen.

Ich will die Leistung von Unternehmensberatern gar nicht schmälern oder abtun. Im Gegenteil! Ein Grossteil der Consultants ist jeden Cent wert und wird langfristig eine gut angelegte Investition sein. Das Spannende an der Sache ist, dass wir Designer genauso beraten (oft in der Art-Direction enthalten) und diese ja auch noch umsetzen. Doch um etwas umzusetzen muss man sich vorher Gedanken gemacht haben. Leider werden diese „Vorarbeiten“ meist nicht oder nur wenig honoriert. Und wenn ich von „Honorieren“ rede meine ich nicht die Bereitschaft dafür Geld zu zahlen, sondern die Anerkennung für eine Leistung, die definitiv erbracht wird. Kreative sind extrem abhängig von Lob und Anerkennung. Aber das nur am Rande.

Bei der kreativen Beratung – sprich Art-Direction – kann man keine Stundensätze ansetzen oder die Zeitspanne messen die ein Konzeptioner oder Art-Director braucht um die zündende Idee zu haben oder den roten Faden zu „erfinden“. Manch geniale Ideen und Gestaltungkonzepte sind schon auf dem stillen Örtchen oder beim Absacker in der Kneipe entstanden. In Sekunden oder Stunden! Der Zeitaufwand spielt hierbei überhaupt keine Rolle. Wichtig ist doch was – Achtung: Wortwitz – dabei heraus kommt. Um eines klar zu stellen: ich rede hier von tollen Agenturen mit tollen Kunden. Nicht von Mittelmässigkeit oder Langeweile. Nicht von Masse sondern von Klasse. Und um im oben erwähnten Terminus zu bleiben: es gibt auch Agenturen, die etwas „rausscheissen“ und dafür viel Geld verlangen. Auftraggeber sollten sich deshalb viel mehr die Frage stellen, ob sie die richtige Agentur haben als den Posten Art-Direction grundsätzlich in Frage zu stellen.

Eine Minderung oder gar Weglassen der Art-Direction degradiert uns Agenturen zu Grafik-Stüberln oder besseren Satzstudios. Und das will keine Seite. Zum Glück hat der AGD (Allianz deutscher Designer) diese Misere schon lange erkannt und bringt seit 20 Jahren den Vergütungstarifvertrag Design (VTV) heraus. Eigentlich sollte jede seriöse Agentur sich nach diesen marktüblichen Vergütungsvorschlägen richten um gegen Missverständnisse und Unklarheiten gewappnet zu sein. Wir wollen zwar nicht unbedingt als „seriös“ bezeichnet werden nutzen aber den VTV bei praktisch allen Kalkulationen und Angeboten und haben uns deshalb entschlossen allen unseren Kunden jeweils ein Exemplar KOSTENLOS (in Worten: k-o-s-t-e-n-l-o-s) zur Verfügung zu stellen.

Eine kurze E-Mail an uns mit dem Betreff „Her mit dem VTV!“ reicht aus und schon ist alles Friede, Freude, Eierkuchen!

Neues Plugin: gesucht und gefunden

Da wir das Plugin Wordtwit nicht zum laufen gebracht haben, mussten wir uns auf die Suche nach einer neuen Lösung machen, um Blog-Einträge auf andere Social Network Plattformen zu übertragen.

Nach langer Suche und vielen nicht zufriedenstellenden Plugins, sind wir auf das Richtige gestoßen. Sociable, von BlogPlay stellt eine Reihe von Social Network Plattformen zur Auswahl bereit. Die Blog-Einträge können so ganz einfach per Mausklick auf Twitter, facebook und co gepostet werden.

Wir finden das ist eine super Lösung und können das Plugin nur weiterempfehlen.

Mütze auf, Mütze ab!

Im Zuge unsere Weihnachtsaktion haben wir ja auch vier Pudelmützen an die Ludolfs geschickt. Ihr erinnert Euch vielleicht, dass wir letztes Jahr das Filmplakat für den Ludolfs-Film gemacht haben. Gestern kam tatsächlich ein Dankesbrief der vier Brüder aus Dernbach. Da haben wir uns natürlich gefreut. Pantatisch!!!

Corporate Blogging! Lust oder Last?

Blogs leben vom Bloggen! „Klingt komisch, is aber so“ hätte es jetzt bei der Sendung mit der Maus geheißen. Aber was sich nach Bauernregel anhört, entwickelt sich in vielen Unternehmen bereits zum sprichwörtlichen „hausgemachten“ Problem. Denn um einen Corporate Blog attraktiv und Aktuell zu gestalten ist eine gewisse Schlagzahl an Beiträgen in der Woche – wenn nicht sogar am Tag – nötig. Und genau das bereitet einigen Blogbetreibern in den Unternehmen Sorge. Nicht, dass kein Interesse am eigenen Blog der Mitarbeiter besteht, sondern vielmehr die Scheu selbst einen Beitrag bei zu steuern oder – noch einfacher – einen Kommentar auf einen Beitrag des Kollegen zu schreiben. Ausreden gibt es hier viele: keine Zeit, kein Thema über das sich zu schreiben lohnt oder ganz banal keine Lust.

Viele Mitarbeiter empfinden das Bloggen als Last und sind nur mit Mühe dazu zu bewegen über Themen zu schreiben, die ihnen am Herzen liegen. Sicherlich spielt hier auch die Angst vor Konsequenzen eine Rolle, denn machmal ist es eben schwierig ein umstrittenes Thema auf den Tisch zu bringen ohne jemanden auf die Füße zu steigen oder gegen externe Kommunikationsregeln zu verstossen. Aber was nützt ein Blog, dass nicht zumindest im Ansatz den Eindruck von Unabhängigkeit oder der Meinungsfreiheit des Schreibers vermittelt? Der Leser will den „Wohnzimmer-Blick“, die digitale „Lindenstraße“ oder einfach nur Zuschauer dabei sein. Das gilt es in die Köpfe der potenziellen Mitblogger zu pflanzen: Bloggen macht Sinn und meine Beiträge werden gelesen. Auch wenn sie nicht purlitzer-preis-verdächtig sind. Voraussetzung dafür ist sicher auch eine gewisse Lässigkeit in der Geschäftsleitung. Aber wo die nicht ist, macht ein Blog eh keinen Sinn.

Weshalb ich diesen Eintrag schreibe? Bei uns schwellt seit Wochen diese Diskussion ums „Zwangsbloggen“ und seit heute ist eine hitzige Debatte darüber entfacht, wer wann und wie oft bloggen soll. Und ich kenne noch mindestens einen Kunden bei dem das wahrscheinlich ähnlich abläuft;). Es fängt ja schon damit an: „Ähh, ich habe schon die letzten zwei Posts geschrieben!“, „Was soll ich denn schreiben? oder „Ich will nicht, dass jemand sieht was ich schreiben“. Ganz toll! Also bleibt es wieder bei Graf Blödmann hängen. Nämlich mir! Aber mann kann niemanden zwingen und zum bloggen erst recht nicht. Das muss aus einem kommen. Das setzt ein gewisses Mass an Mitteilungsbedürfnis voraus. Kein Problem für MICH!

Deshalb gibt es in Zukunft im loxonblog nur noch einen Blogger: den LOXONBLOGGER! Wer unter diesem Synonym schreibt bleibt unser Geheimnis. Keiner von uns muss mehr unter seinem Namen Beiträge schreiben oder wird gezwungen Artikel beizutragen. Als Gegenzug dafür „dürfen“ aber alle loxonianer  Kommentare abgeben. Fast ohne Druck!

Cirquent Blog jetzt iPhone-optimiert!

Dank WPtouch lädt das Cirquent Blog jetzt schneller und sieht auch noch besser aus auf iPhone und Konsorten.

Eigentlich sollte das …

… doch funktionieren? Wordtwit! Tut es aber noch nicht.

Agenturen in der Krise? Designer am Ende?

Das neue Jahr beginnt und fängt mit den alten Fragen an: Wo geht es hin dieses Jahr? Was müssen wir tun, um neue Kunden zu gewinnen? Oder die Alten zu halten? Sind wir richtig aufgestellt?

In der neuesten „Page“ wird sogar die Frage gestellt, ob „Designer & Werber am Ende?“ sind. Die Süddeutsche hatte Ende Dezember einen ähnlichen Beitrag mit gleichem Tenor. Ein alter Trick durch provokative Themen Auflagen zu steigern oder müssen wir Agenturen uns wirklich Gedanken machen? Ich denke hier verhält es sich ähnlich wie bei der Schweinegrippe. Die Schw…, ähh, pardon, … die Hühner werden aufgeschreckt, laufen aufgeregt herum und versuchen durch wilden Aktionismus Dinge im Hauruck-Verfahren zu ändern. Das geht meist schief. Noch öfter verlaufen sich solche Schnellschüsse nach wenigen Wochen im Sande. Mittlerweile will die Bundesregierung ja nur noch die Hälfte der 50.000.000 Einheiten des Impfserums von Glaxo abnehmen.

Doch nachdenklich macht es schon. Hier gilt es auch zu differenzieren: kleine Agentur oder großes Netzwerk? Design- oder strategieorientiert? Schwerpunkt im Web, Print oder FFF?. Laut Page betrifft die Kreativ-Krise durch die Bank weg alle Werber und Designer.

Lösungsansätze? Mehr Beratung, weniger Design! Managen statt Machen! Mehr Netzwerken und weniger Kontrolle! Und zu guter Letzt „Learning by doing“ und interdisziplinär denken! Uff, ganz schön viel für 2010! Meine Leute haben mich heute morgen nur müde angelächelt nachdem ich ihnen in groben Zügen erklärt habe was wir diese Jahr vorhaben. Der Hahn hat aufgeregt gekräht, die Hennen haben gelassen gegackert! Im Endeffekt nichts Neues. Die meisten Agenturen setzen die von der Page propagierten Ansätze sowieso schon längst um ohne es zu wissen. Wahrscheinlich – oder besser gesagt – höchstwahrscheinlich auch wir. Alter Wein in neuen Schläuchen. Ich denke, dass solche Nachrichten dazu dienen sich dem was man tut bewusster zu werden. Sich zu erinnern, weshalb wir Werber eigentlich diesen Job machen. Um uns und die schöne bunte Welt ständig neu zu erfinden und noch schöner zu machen!

Am Ende eines jeden Jahren ist die Gewohnheit das bestimmende Maß im täglichen Geschäft. Sie dient manchmal zum Selbstschutz um nicht vor lauter Endjahres-Stress komplett auszubrennen. Und während ich diesen kleinen Artikel schreibe verstehe ich den Artikel in der Page mehr und mehr. Es geht nicht darum das klassiche Agenturenbild neu zu erfinden, sondern viel mehr darum sich auf das zu konzentrieren, was man kann und können will. Nicht ausführen, sondern vorführen! Nicht reagieren, sonder agieren! Nicht nur priorisieren, sondern auch ausprobieren!

In einem gebe ich der Page absolut Recht: KUNDEN LASSEN SICH NICHT LENKEN! Wer das glaubt, glaubt falsch. Kunden lassen sich begeistern, überzeugen und im allerbesten Fall verführen. Das schönste Lob für uns ist, wenn Kunden über uns sagen, dass wir sie inspirieren! Dafür braucht es nicht immer die große Strategie oder die medienübergreifende Kampagne. Es reicht oft die kleine und einfache Idee – der sprichwörtliche Funke – um das Feuer zu entfachen.

In diesem Sinne wünsche ich allen unseren Kunden für dieses Jahr ein Feuerwerk an Ideen. Und keine Angst: Wir bleiben die Alten und werden ganz neu. Kikerikiiiiieeee!