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Please update now!

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Erst neulich wieder auf dem Weg zu einem neuen Kunden. Natürlich etwas zu spät dran, aber mit dem Wissen, dass meine “Mobile Device” verlässlich den Weg weist. Pustekuchen! Die tolle App wollte ein Update und dazu bitte schön ein WLAN. Bei fast 800 MB nicht blöd, aber dummerweise NOT the right place and NOT the right time! Also kurzerhand den beim User standardmässigen Brieftauben-, bzw. Pfadfindermodus enabled und doch noch pünktlich gewesen. Abends dann in Vorfreude auf eine neue Folge von “Better call Saul!” wieder eine dieser sich häufenden Meldungen, die ich in meiner Welt nicht brauche: Ihr System wird geupdatet. Bitte schalten Sie das gerät nicht ab. Berechnete Dauer: 2:30 Stunden! Arrrggghhh.

Der moderne User ist umgeben von vielen kleinen und großen technischen Helferlein. Zum Teil arbeiten sie über Jahre hinweg still und zuverlässig im Hintergrund. Sie fallen nicht weiter auf. Sie kosten uns keine Nerven, sondern nur Strom. Sie sind vermeintliche treue Begleiter auf den Weg in eine noch bessere Zukunft. Diese “Devices” werden immer schlauer, wissen immer mehr über uns als wir selber und bestimmen unseren Alltag. Nicht falsch verstehen; ich bin ein echter Technology Evangelist, ein überzeugter Updater. Doch was die letzten Jahre passiert, lässt sogar mich am digitalen Fortschritt zweifeln. Vor allen Dingen, wenn es sich um einen nicht selbstbestimmten Fortschritt handelt. Denn: wir werden auf unheimliche Weise gezwungen!

Gezwungen alles und ständig zu updaten. Egal, ob es sich um unser Smartphone, den Laptop oder das Tablet handelt. Ganz zu schweigen von den dazugehörigen Apps. Aber es geht ja noch viel weiter. Smartwatches, Actioncams, Home Devices (Kühlschränke, Rollläden, Heizungen), Fernseher, und natürlich unsere heiss geliebten Fortbewegungsmittel. Egal, ob Uhr, Auto, E-Bike oder der Bosch in der Küche. Sie alle schreien nach Updates. Ihr Ruf verfolgt uns. Mahnt uns, bei Missachtung nicht mehr ordentlich zu funktionieren oder nicht von den super-duper-mega Neuerungen zu profitieren. Die Intervalle werden immer kürzer und die Updates immer umfangreicher. Wir sind im ständigen Zugzwang und immer hinterher!

Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, woran das liegt. Arbeiten die Entwickler immer schlampiger, haben die Marketingabteilungen endlich heraus gefunden, dass der Mensch immer das Neueste will oder machen uns die Hersteller nur noch abhängiger? Immer ganz vorne dabei. Immer im Trend. Bloss nichts versäumen. Werden wir alle zu “Early Adopters“? Oder im Umkehrschluss zu ängstlichen Bedenkenträgern. Dazu auch ein schöner, wenn auch älterer Artikel in der SZ vom Mai 2010.

Ein für mich sehr gut begreifbares Beispiel ist die Aussage eines Autokenners, dass sich die heutigen Formel-1-Boliden in spätestens 5 Jahren gar nicht mehr starten lassen, da für sie keine Updates entwickelt werden. Ufffff. Wir rasen also quasi in die digitale Abhängigkeit. Ein Münchner Internetprovider hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet ISDN noch bis 2020 an. Spannend für alle die, die unbedingt auf die verheissungsvolle VoIP-Telefonie updaten wollten. VoIP ist nämlich unglaublicher Mist.

Doch die Updates betreffen nicht nur die digitalen Jünger einer besseren Zukunft. Es ist eine soziales Phänomen und betrifft uns alle. Wir updaten unser Leben. Unsere Beziehungen. Unsere Ernährung. Unsere Freizeit. Unseren Job. Nichts bleibt wie es ist. Wir wollen den Fortschritt und denken nicht mal über den gewollten Rückschritt nach. Oder zumindest Stillstand. Im Stillstand ist es übrigens – am Rande bemerkt – sehr schön still. Wir entscheiden nicht mehr, was nötig oder unnötig ist. Wir drücken unreflektiert den Update-Button.

Übrigens: dieses Blog läuft immer noch auf einer 2 Jahre alten Version von WordPress und momentan müsste ich 6 Plugins updaten. Und das ist gut so!

„Der Express-Zuschlag“ oder „Wir brauchen es aber bis morgen“

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Die meisten von uns kennen das: man sitzt beim Kunden, hat das neue Projekt durchgesprochen und zum Ende werden Termine vereinbart. Als seriöser Dienstleister geht man kurz im Kopf die benötigte Zeit und die anderen Jobs durch, die noch in der Pipe sind. Dann nennt man einen REALISTISCHEN Termin für das Angebot, die ersten Entwürfe oder die Fertigstellung des Projekts. Kurze Denkpause seitens des Kunden. Dann der Satz: „Geht das auch schneller.” oder „Eigntlich bräuchten wir das schon bis morgen.“ Darauf längere Denkpause seitens der Agentur. Jetzt gibt es drei Antworten:

  1. Ähh, ja! Kriegen wir schon hin.
  2. Nein, tut mir leid. So schnell kriegen wir das nicht hin.
  3. Ich stimme das erstmal intern ab und gebe Ihnen asap Bescheid.

Antwort 1 und 2 sind für den Kunden – unserer Meinung nach – relativ unbefriedigend. Abgesehen davon, daß Antwort 1 auch ziemlich unprofessionell ist! Antwort 2 hinterlässt bei den meisten Kunden erst einmal einen faden Beigeschmack nach dem Motto: „Aha, denen geht es wohl zu gut“ oder „Die haben keine Lust“. Schlimmstenfalls muss die Agentur befürchten, daß der Kunde – sobald man aus der Tür ist – einen Mitbewerber anruft und der Job futsch ist. Also bleibt eigentlich nur Antwort 3. Sie zeugt von vorrausschauender Planung und dem Willen dem Kunden einen haltbaren Termin zu nennen. Wir haben damit (fast) immer gute Erfahrungen gemacht. Tatsächlich verschafft man sich damit eben wirklich Zeit, das Ganze noch mal in Ruhe mit den Kollegen durchzugehen und dem Kunden eine zufriedenstellende Aussage zu geben. Man nennt so etwas auch Projektmanagement.

Nun gibt es aber auch ganz lustige Zeitgenossen auf der Kundenseite, die nicht locker lassen und auf einer sofortigen Terminzusage mit entsprechend engem Zeitfenster bestehen. Und hier kommt der „Express-Zuschlag“ ins Spiel. Konkret heisst das, daß wir dem Kunden in diesem Fall sagen, daß sich dieser Termindruck im Angebot niederschlagen wird und er mit ca. 15% Mehrkosten rechnen muss. Wir nennen dann sowas Taktik. Der Kunde findet es dann aber gar nicht mehr lustig! Siehe auch Antwort 1 und 2. Jetzt wird es spannend. Entweder wird aus dem eiligen Projekt plötzlich ein nicht mehr ganz so heißes Eisen oder er akzeptiert. Bei Letzterem liegt das Zeitproblem wieder bei der Agentur und man muss sicherstellen, dass der versprochene Termin auf alle Fälle eingehalten wird. Jetzt zahlt der Kunde ja dafür.

Beispiele für den sogenannten Express-Zuschlag gibt es genügend. Fast alle Online-Druckereien bieten ihn an. Oder Amazon bei den Lieferzeiten. Manche Unternehmen, wie Billig-Fluglinien oder Reiseportale rechnen den Zuschlag schlichtweg in die Handling-oder Service-Pauschalen ein. Fast alle diese Unternehmen umweht aber auch der Geruch von billig oder günstig. Im Endeffekt aber auch ein gesellschaftliches Phänomen. Wenn wir etwas wollen, ganz gleich ob Produkt oder Dienstleistung, wollen wir es sofort oder möglichst günstig. Und natürlich in entprechender Qualität. Das dies in dieser Dreier-Konstellation nicht funktioniert, zeigt folgende Grafik:

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Tatsächlich gibt es nur drei Zweier-Konstellationen. Und zwar:

  • Gut & Günstig, aber nicht Schnell
  • Günstig & Schnell, aber nicht Gut
  • Schnell & Gut, aber nicht Günstig

Genau das sollte man sich und seinen Kunden klar machen. Spätestens hier lenkt er ein und versteht und entscheidet. Wir nehmen diese Grafik oft als Spickzettel zum ersten Briefing mit, weil wir es oft genug vergessen;)

Letztendlich entscheidet auch das eigene Bauchgefühl und die Häufigkeit, wie oft ein Kunde solche Superduper-eiligen Projektumsetzungen verlangt. Oder auch an der „Erziehung“ oder dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Kunden und Agentur. Wenn ich als Dienstleister solche Anfragen immer und ohne Murren annehme, gewöhnt er sich daran. Ihm dann plötzlich zu sagen „Schnell“ kostet jetzt aber, wäre fatal und kann missverstanden werden. Gerade in Hinblick auf eine längere Zusammenarbeit. Als Kunde will ich das Gefühl haben, daß ich mich auf die Terminzusagen der Agentur verlassen kann. Umgekehrt muss die Agentur sicher sein, daß die genannten Termine keine willkürlichen Zeitvorgaben sind, nur weil der Geschäftsführer heute Nachmittag zum Golfen geht und vorher noch was sehen will.

Gerade heute hatten wir einen solchen Termin bei einem Kunden, wo es genau um dieses Thema ging. Nicht konkret um einen Job, sonderm im allgemein um den „Express-Zuschlag“. Interessant war seine Meinung dazu. Seiner Einschätzung nach sind Kunden, die immer alles sofort haben wollen auf lange Sicht gesehen nicht lukrativ, da sie ihr eigenes Zeitmanagment weder im Griff haben, noch dem Dienstleister ihr Vertrauen schenken und damit zusätzlichen Arbeitsaufwand verursachen. Ergo: abstossen! Wow.

Was uns betrifft, drücken wir einfach oft ein Auge zu und machen es einfach möglich. Auch ohne Express-Zuschlag. Was meint Ihr dazu?

Geschlossene Gesellschaft

Liebe Leute,

am morgigen Freitag, 30.01.2015, ist bei uns die Bude leer und die Schotten sind dicht. Wir haben ein internes Firmen-Event und freuen uns schon. :)

Ab Montag, 02.02.2015, 09:00 Uhr sind wir dann wieder wie gewohnt für euch da.

Bitte lächeln – Fotoshooting bei loxon

Für unsere neue Website liessen wir uns kurz vor Weihnachten in unseren neuen Räumlichkeiten ablichten. Der Fotograf war unser lieber Freund Christoph Gramann. Hier schon mal eine Sneak Preview.

Unser Neuzugang

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Und gleich geht´s weiter, wenn wir schon dabei sind. Unser Neuzugang Katharina Seidl. Sie ist die neue gute Seele und kümmert sich sein Ende letzten Jahres um alles, was mit Projektsteuerung und Koordination zu tun hat. Da sind wir Kreativen gaaanz schlecht. Katharina Seidl schloss 2001 ihr Abitur in Altötting ab und studierte an der Universität Augsburg Amerikanistik, Ethnologie und Kommunikationswissenschaften. Nach erfolgreichem Abschluss sowie Weiterbildung im interkulturell kommunikativen Bereich machte sie sich als Übersetzerin, Texterin und Lektorin selbstständig. Ab 2009 gab sie zusätzlich an der Bayerischen Akademie für Außenwirtschaft in München Unterricht in Deutsch als Fremdsprache, Englisch und Wirtschaftsenglisch. Welcome to the club, Kathy!

Shame on us!!! Stiefkind Blog

Ja, wir schämen uns. Wirklich! Über 1 Jahr kein neuer Beitrag auf diesem Weblog hier. Das geht ja gar nicht! Vor allen Dingen, wenn man selber damit mit Geld verdient. Wir geloben Besserung und werden hier wieder regelmässig schreiben, lästern, berichten, anprangern, aufdecken, enthüllen und eben bloggen. Oder war es gackern? Uns kam nämlich vor kurzem ein nettes Zitat von Henry Ford unter. Ein eher Unbekanntes:

Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.

In diesem Sinne legen wir jetzt ein paar große Eier und gackern dabei laut. Gack! Gack! Gack!

Upppssss!

Jetzt hätten wir beinahe vergessen, dass die Luiza Cabrera seit dem 1. September 2013 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkomunikation bei uns begonnen hat. Auf Facebook hatten wir es ja schon gepostet. Leider massakriert Facebook momentan unser Blog. Das muss sich ändern!IMG_2561

Frechheit. Telekom schlägt zurück!

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Am Freitag in der Post: die neue Ausgabe des Kundenmagazin der Telekom. Direkt unheimlich!

Vom „Brötchen“ zur „Semmel“

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„Moin moin“ und „Butter bei die Fische“. Ab heute gehört „Servus“ zu meinem Wortschatz. Loxon hat eine neue Grafik-Praktikantin aus Hamburg und das bin ich: die Nicole Drawz! Ich verließ den Kiez, den Fischmarkt, die Elbe und zog nach Geretsried. Wohin? Ja, das ist so in der Nähe von München und gleich neben Wolfratshausen, wo es loxon gibt!

Wie ein Schnitzel freue ich mich nun auf die zukünftige Zusammenarbeit und bin gespannt auf die nächsten Tage, Wochen und Monate. Viele viele Grüße sagt das Ex-Hamburger-Deern.

Nachlese Stehempfang bei loxon* am 18. Januar 2013

Eines vorweg: Danke! Danke für Euer Kommen und die vielen Glückwünsche zu einem guten Start hier in Wolfratshausen. Und natürlich für das Riesen-Lob zu unserem neuen Büro, auf das wir wirklich sehr stolz sind. Ach ja, und die Gastgeschenke: ist ja besser als Geburtstag;)

Es war ein toller Abend mit vielen bekannten und neuen Gesichtern, mit interessanten Gesprächen und spannenden Geschichten. Das Alles hat uns ein gutes Gefühl gegeben, angekommen zu sein. Für die, die diesmal nicht dabei sein konnten oder dachten Wolfratshausen liegt hinter den sieben Bergen, hier einige Impressionen des Abends. Selbst unser Hirsch hat einen Freund gefunden!

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